Johanniterburg Kühndorf

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Johanniterburg Kühndorf

Die Burg der 1137 erstmals urkundlich bezeugten Herren von Kühndorf gehört im 13. Jh. den Grafen von Henneberg, die sie 1315 an den Johanniterorden verkaufen. Der Orden errichtet ab 1315 einen wehrhaften Neubau mit Palas, Bergfried, Schildmauer, Kapelle und Verteidigungsanlagen, der dem Komtur Berthold VI von Henneberg als Residenz und als Hospital und Pilgerunterkunft gleichermaßen dient. 1444 erwirbt Graf Georg I von Henneberg-Römhild die Anlage und modernisiert die Verteidigungswerke.

Nach dem Aussterben der Henneberger 1583 geht Kühndorf an das Haus Sachsen; es erfolgen letzte Veränderungen von 1605 bis 1655. 1815 wird das Amt Kühndorf an Preußen abgetreten, ab 1902 wird die Burg an verschiedene private Eigentümer verkauft, die teilweise nach 1945 enteignet werden. In den Nachkriegsjahren werden Flüchtlinge und Aussiedler einquartiert, in der Südkemenate wird die Schulspeisung eingerichtet.

1991 kaufen Dr. Johann-Friedrich und Gudula von Eichborn, wohnhaft auf Schloss Friesenhausen in Unterfranken, die Oberburg von der Gemeinde und die Unterburg aus privater Hand. Es folgen umfangreiche Renovierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen. Seit 1996 ist die Burg für Besucher geöffnet.

Im Juli 2015 ist ein neuer historischer Führer über die Johanniterburg erschienen. Interessierte Leser können sich auf 64 Seiten über die Burg informieren. Zahlreiche Abbildungen sowie Pläne veranschaulichen die Baugeschichte.
Das Buch kann vor Ort oder über Kontakt erworben werden.